Saison ´07/´08 - Vorschau
Das was den Taufkirchener Handballherren im Vorjahr fehlte, war vor allem Konstanz. Zu wechselhaft präsentierte sich das junge TSV-Team
um den Ex-Trainer Bernie Roßmann. Guten Heimspielen folgten teils katatstrophale Auswärtsauftritte, in denen sich die junge Mannschaft
den Schneid abkaufen ließ.
Das soll heuer anders werden. Mit einem Spielertrainer gehen die Vilstaler in die Bezirksklassen-Saison (Gruppe Ost). Reinhard Gössl hat
das Kommando nach dem stillen Abgang von Roßmann übernommen und ist sich sicher: „Die Jungen haben dazu gelernt, ziehen alle gut mit.” Ein
frischer Wind weht, energisch hat der Coach seine Vorbereitung durchgezogen. Intensiv wurde trainiert, an dem einen oder anderen Turnier
teilgenommen. „Die Fitness für 60 Minuten Tempohandball sollte da sein, an den spielerischen Feinheiten schleifen wir noch”, erklärt der
38-Jährige.
Zumal sich Gössl auf einen vergrößerten Stamm an Routiniers verlassen kann. Max Möschl, Thomas Pentek, die Zwillinge Albert und
Robert Lechner sollen mithelfen, den Traum von der Bezirksliga wahr werden zu lassen. Gössl: „Wir wollen unter die ersten Drei. Wenn es
mehr wird, hätten wir auch nichts dagegen.” Erster Prüfstein, und ein weiterer zum Einspielen, ist am Samstag das Gastspiel bei der
SG JVA Straubing II, die außer Konkurrenz antritt. Danach wartet am 22. September als erstes Highlight das Derby beim TSV Wartenberg.
Reißen alle personellen Stricke kann Reinhard Gössl auch auf die neu gemeldete Zweite (Gruppe Mitte) zurückgreifen. Hier spielen die
Youngsters, die in der Ersten nicht zum Zug oder zu wenig Spielpraxis bekommen, A-Junioren mit Doppelspielberechtigung und außerdem viele
Ältere, die wieder Lust am Handball bekommen haben und nicht regelmäßig trainieren können.
Personell dürfte hingegen bei den Taufkirchener Frauen nichts anbrennen. Auf 13 Spielerinnen kann TSV-Coach Manfred Scholz bauen. Neu im
Boot sind Susanne Huber, Christiane Rampeltshammer und Valerie Polke, alle aus der eigenen A-Jugend. „Wir wollen weiterkommen als letztes
Jahr”, sagt Scholz. Er meint damit als Ziel „mindestens Platz vier, eigentlich mehr”. Denn mit sechs Siegen und einem Unentschieden spielten
die Vilstaler Frauen im Vorjahr ihre erfolgreichste Bezirksklassen-Saison seit Bestehen. „Wir haben alle geschlagen, aber auch gegen alle
verloren.” An Konstanz - sowohl personell als auch spielerisch - soll es heuer nicht mangeln, ist sich Scholz sicher. Er kann einem
eingespielten Kader um Torfrau Nadine Prediger und Antreiberin Kati Gössl vertrauen und ist nach einem harten Trainingslager
zuversichtlich. „Wir werden uns weiter steigern.” Erste Gelegenheit: das Derby in Wartenberg.